Das Wichtigste in Kürze
- Der Treuhänder blickt vor allem zurück: Buchhaltung, Abschluss, MWST, Löhne und Steuern korrekt und fristgerecht.
- Der CFO blickt nach vorne: Planung, Liquidität, Finanzierung, Kennzahlen und Entscheidungsgrundlagen.
- Ein Teilzeit-CFO (Fractional CFO) bringt diese Führungskompetenz an einzelnen Tagen pro Woche ins KMU – ohne Vollzeitstelle.
- Warnsignale: Wachstum ohne Planung, Liquiditätsengpässe, Bankgespräche, Investoren oder Entscheidungen «aus dem Bauch».
Buchführung ist nicht Finanzführung
Viele KMU haben einen guten Treuhänder – und trotzdem fehlt etwas. Der Grund: Treuhand und Finanzführung beantworten unterschiedliche Fragen.
| Treuhänder | Teilzeit-CFO | |
|---|---|---|
| Leitfrage | Stimmen die Zahlen? | Was bedeuten die Zahlen – und was tun wir? |
| Blickrichtung | Vergangenheit, Compliance | Zukunft, Steuerung |
| Typische Aufgaben | Buchhaltung, Jahresrechnung, Löhne, MWST, Steuern | Budget, Liquiditätsplanung, Reporting, Finanzierung, Bankgespräche |
| Rolle | Externer Dienstleister | Teil der Führung, sitzt mit am Tisch |
| Rhythmus | Laufend und zum Jahresabschluss | Regelmässig, z. B. einzelne Tage pro Woche |
Woran Sie erkennen, dass ein Treuhänder nicht mehr reicht
- Sie wachsen – aber niemand plant Liquidität, Personal und Investitionen systematisch.
- Sie erfahren erst beim Jahresabschluss, ob das Jahr gut war.
- Die Bank verlangt Budget, Planung oder Covenants, und niemand fühlt sich zuständig.
- Sie verhandeln mit Investoren, planen eine Übernahme oder bereiten die Nachfolge vor.
- Preise, Margen und Kosten werden nicht regelmässig ausgewertet.
- Die Geschäftsleitung trifft wichtige Entscheidungen ohne belastbare Zahlen.
Trifft mehr als einer dieser Punkte zu, lohnt sich ein Gespräch über einen Teilzeit-CFO.
Was ein Teilzeit-CFO konkret leistet
- Aufbau eines monatlichen Reportings mit den Kennzahlen, die für Ihr Geschäft wirklich zählen
- Budget und rollierende Liquiditätsplanung
- Vorbereitung und Begleitung von Bank- und Investorengesprächen
- Kalkulation, Preisgestaltung und Margenanalyse
- Begleitung von Wachstum, Nachfolge oder Transaktionen
- Führung und Weiterentwicklung der Finanzorganisation
Braucht es beides?
Oft ja – aber nicht zwingend von zwei Firmen. Ideal ist, wenn die Buchhaltung sauber läuft und jemand daraus Entscheidungen ableitet. Liegen beide Rollen beim gleichen Partner, entfallen Schnittstellen: Der CFO kennt die Zahlen, weil er die Buchhaltung dahinter kennt.
Wichtig ist dabei eine klare Rollentrennung: Wer führt, sollte nicht gleichzeitig die eigene Arbeit prüfen. Bei einer gesetzlichen Revision prüft ohnehin eine unabhängige Revisionsstelle.
Teilzeit-CFO und KI
Ein Teilzeit-CFO kennt die Abläufe im Finanzwesen aus dem Tagesgeschäft – das macht ihn zum idealen Mitentwickler von Automatisierung. Bei BERG arbeiten unsere Teilzeit-CFOs auf Wunsch gemeinsam mit 1Klick Business Technology Services an KI-Lösungen mit, etwa an einem automatisierten Monatsabschluss oder einem Reporting-Assistenten.
Häufige Fragen
Ab welcher Unternehmensgrösse lohnt sich ein Teilzeit-CFO?
Es gibt keine feste Grenze. Entscheidend ist nicht die Grösse, sondern die Situation: Wachstum, Finanzierung, Krise, Nachfolge oder fehlende Steuerung sprechen für einen CFO – auch in kleineren KMU.
Wie viele Tage pro Monat arbeitet ein Teilzeit-CFO?
Das wird individuell vereinbart – von wenigen Tagen pro Monat für Reporting und Planung bis zu mehreren Tagen pro Woche in intensiven Phasen.
Kann der Treuhänder auch die Rolle des CFO übernehmen?
Wenn er über Führungserfahrung verfügt und die Rollen klar getrennt werden, ja. Ein Vorteil ist, dass er die Zahlen bereits kennt.
Treuhand und CFO aus einer Hand
Bei BERG erhalten Sie beides: die Buchhaltung im Jahresmandat und – wenn Sie wachsen – einen Teilzeit-CFO, der Ihr Unternehmen bereits kennt.
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